Lesevirus

Lesen ist wie ein Virus, ein Virus,
das man nicht mehr loswerden möchte

e-Trado GmbH

Lesen –Abenteuer im Kopf

Gar nicht schwer: Der Weg zum Erfolg

Die Faszination des Lesens, ein Eintauchen in eine eigene Welt. Doch wie zeitgemäß sind Bücher in unserer schnelllebigen Zeit? Ist ein Hörbuch nicht viel bequemer, ein Spielfilm auf DVD oder im TV nicht spannender? Mitnichten! Es entpuppt sich meist als eine herbe Enttäuschung, die Verfilmung eines guten Buches anzusehen. Sind da doch die eigenen Bilder, die sich partout nicht mit den Bildern im Kopf decken wollen. Das aktuellste Beispiel ist wohl „Das Parfum“ von Patrik Süskind. Selbst der Autor war gegen eine Verfilmung und er sollte wohl Recht behalten…

Was macht die Faszination aus?
Leseratte oder Bücherwurm – so nennt man jemanden, der gerne und viel liest. Ob man sich allerdings zu einem richtigen Bücherwurm entwickelt, hängt einerseits vom familiären Umfeld - und wie es die Beziehung zu Büchern vorlebt - andererseits aber auch vom eigenen Interesse ab. Das Lesen oder Vorlesen ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich. Schade, denn wer nicht schon in jungen Jahren von dieser Sucht infiziert wird, wird im späteren Leben selten ein passionierter Leser.
Ist man jedoch erst einmal mit dem Lese-Virus infiziert, gibt es für echte Bücherwürmer keinen Halt. Buch für Buch wird förmlich verschlungen. Da kann die Nacht schon mal zum Tage werden. Denn wie sagte schon Francis Bacon? „An manchen Büchern muss man naschen, andere wollen verschlungen werden, wieder andere gründlich gekaut und verdaut.“

Kann man von Büchern süchtig werden?
Eingefleischten Leseratten ist es schier unmöglich, an Buchhandlungen vorbeizugehen. Sie sorgen dabei für umfassenden Büchervorrat. Unerträglich ist ihnen schließlich der Gedanke, dass der „Lese-Stoff“ ausgehen könnte. Echte Bücherwürmer leben übrigens auch hier das Multitasking und lesen oft gleichzeitig an mehreren Büchern. Sie schlagen sich immer wieder freie Zeit heraus und ziehen sich bewusst zurück, um dem Buch den Vortritt zu geben. Wo? Im Bett, im Ohrensessel, unter einem Baum, am Strand, in der Mittagspause, am Weg von und zur Arbeit. Eine Vielzahl an Möglichkeiten, die sie auch nutzen. Da kann es dann schon vorkommen, dass der Fernseher tage- oder gar wochenlang ignoriert wird.

Lesen, wie fühlt es sich an?
Eintauchen in eine fremde Welt. Lesen, wenn der Regen herrlich aufs Dach prasselt oder im Ohrensessel, zusammengekauert, die Holzscheite knistern im Kamin. Die Sucht, Seite für Seite weiterlesen zu müssen, nicht mehr aufhören können, Zeit und Raum vergessen. Oftmals die halbe Nacht bis in den frühen Morgen, lesen, lesen, lesen! Man lebt in der Geschichte, die man gerade liest. Aufhören zu müssen, grad immer dann, wenn es am spannendsten ist – ein Albtraum! Lesen ist wohl auch für viele eine gewisse Flucht vor der Mühe des Alltags.
Lese-Anfängern sei übrigens gesagt: Nicht das Tempo ist ausschlaggebend, sondern das Gelesene auch zu verstehen und zu behalten. Das Tempo kommt mit der Übung wie von selbst. Das Interesse an Büchern bestimmter Genres ändert sich oft mehrmals im Leben. Mit zunehmendem Alter finden sich meist dann auch immer mehr an literarischen Gustostücken in den eigenen Bibliotheken.

Was macht echte Leseratten aus?
An das Lesenlernen selbst kann man sich oft gar nicht mehr erinnern. Man meint, es schon immer gekonnt zu haben. Erinnern kann man sich aber wohl an viele durchwachte Nächte. Kein Platz mehr in den Regalen, kein Platz für neue Regale, jeder Raum beherbergt Bücher. Bücher werden wie ein wertvoller Schatz gehütet. Das Sich-Trennen von Büchern: Ein schier unmögliches Unterfangen.
Die meisten Leser spezialisieren sich nicht nur auf e i n Thema. Lesen Männer bevorzugt Bücher über Geschichte, Wirtschaft und Fachlektüren, bleiben Frauen eher an Lebens- und Beratungsbüchern bzw. Liebesgeschichten hängen. Bei Krimis hält sich das Geschlecht schön die Waage. Auch wird beiderseits gerne auf erotische Literatur zurückgegriffen. Angeregt mit den eigenen Bildern im Kopf fühlt es sich doch um einiges besser an als jeder billige Pornofilm.

Sind Vielleser gebildeter bzw. den anderen um einiges voraus?
Ob Vielleser gebildeter sind? Eine sehr mutige Frage. Auf jeden Fall hat das Lesen mehrere positive Nebeneffekte: Man wird sprachgewandter, ausdrucksfähiger und lernt und vertieft spielend und ganz nebenbei Rechtschreibung und Grammatik. Es ist somit auf jeden Fall eine Investition in die Zukunft!
Für passionierte Bücherwürmer besteht übrigens trotz des großen Lese- und Informationsangebots im weltweiten Netz keine Gefahr. Es ist kein wirkliches Ende des Bücherbooms in Sicht – und das ist auch gut so!