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From Hell Kapitel 1 bis 8

From Hell

(2013) 1991 veröffentlichten Autor Alan Moore und Zeichner Eddie Campbell ihr mehr als 400 Seiten dickes Werk From Hell. Jack The Ripper steht hier im Mittelpunkt der Erzählung und man befasst sich mit der Version, dass der königliche Arzt und Freimaurer Sir William Gull hinter dem Mörder steckt.

Der Prolog von From Hell ist ein Sprung in die Zukunft. Zwei ältere Männer laufen am Strand entlang. Im Vordergrund der Bilder ist eine tote Seemöve (englisch „seagull“) zu sehen. Die Herren sind Lees and Abberline. Die beiden laufen am Strand entlang und reden erst über Politik und Alltägliches. Abberline fragt Lees dann ob er wirklich Visionen gehabt hätte und Lees gesteht, dass er dies alles nur erfunden hätte und vorgespielt hätte. Der Spaziergang der beiden endet vor Abberlines Haus und er sagt „This is the house that Jack built“ (dies ist auch der Titel eines englischen Kinderreims). Das erste Kapitel spielt sozusagen in der Vergangenheit des Prologs. Annie Crook arbeitet in einem Süßigkeitenladen. Ein Albert Sickert kommt mit einem Verwandten Walter Sickert in den Laden und ist sofort in die Verkäuferin verliebt. Bei den beiden funkt es tatsächlich und die beiden heiraten. Schon bei der Hochzeit bekommt der Leser ein komisches Gefühl bei Albert, da sein Verwandter (oder doch eher Freund) ihn mit „Eure Hoheit“ anspricht und dass er dieses mal nicht damit durchkommen werden wird. Die beiden bekommen sogar ein Kind. Später wird Albert aber von Annie getrennt, da Polizisten ihn mitnehmen und auch mit „Eure Hoheit“ ansprechen. Das Baby der beiden ist derweil bei Annie und Walter Sickert, der Annie dazu rät davon zu laufen. Man erfährt das Albert Prinz Eddie von England ist. Nun konzentriert sich die Story auf das Leben des jungen William Gull. Schon früh war er vom Tod fasziniert. Als sein Vater verstarb spielt er mit den Augen der Leiche oder später nimmt er eine Maus und schneidet sie mit einem Messer auf nur um sie sterben zu sehen. Von Gull sieht man allerdings erst nur die Hände und viel aus seiner Perspektive. Der etwas ältere Gull wird Mitglied der Freimaurer, wodurch er später Vorteile im Beruf als Arzt bekommen wird und schließlich am Hof von Königin Victoria arbeiten kann. Gull besucht den Elefantenmenschen Mr. Merrick. Wo andere von dem deformierten Schädel des Mannes angeekelt wären, ist Gull eher fasziniert und spricht ganz normal mit dem Mann. Er vergleicht ihn sogar mit einer indischen Gottheit, die auf einem Elefanten basiert. Er erzählt Merrick, dass er in Indien sicherlich verehrt werden würde.
Gull ist mit seiner Familie wandern als er einen Herzinfarkt bekommt. Dabei sieht er zum ersten Mal Visionen. Er sieht einen riesigen Ziegenbock an dessen Seite zwei weitere Gestalten sind, was ein heidnisches Symbol darstellt, den Jahbulon. Als es ihm wieder besser geht, besucht er erneut die Königin. Victoria schildert ihm kurz die Situation rund umd Eddie und Annie. Die Geschichte darf nicht publik gemacht werden und Gull soll sich dem annehmen. Gull wird ein Kutscher zur Seite gestellt, Netley. Er will zum Krankenhaus fahren in dem Annie Crook untergebracht wurde. Sie gilt nun als geistig krank. Sie ist wütend und will ihren Ehemann sehen, doch wird nur an einen Tisch gebunden. Durch eine Chemikalie wird ihr Verstand zerstört und das Urteil, sie sei krank, ist nun amtlich.
Nun konzentriert sich die Story etwas auf das Leben von Annies prostituierten Freundinnen. Marie Kelly ist eine von ihnen und muss in den Straßen Londons anschaffen gehen. In einem Pub gönnt sie sich nach der Arbeit ein Bier und trifft auf Elizabeth „Liz“ Stride. Die beiden reden über ihre Lebensverhältnisse.
Sickert gibt derweil Annies Baby an ihre Eltern. Er verspricht die Familie finanziell zu unterstützen. Im Pub „The Britannia“ sind Liz und Marie noch immer am trinken als ihre Freundinen Polly Nicholls und Annie Chapman die Bar betreten und sich zu ihnen gesellen. Polly hat Geldprobleme und dass sie bedroht wird. Sie weiß nicht woher sie das Geld nehmen soll um ihre Schuldner bezahlen zu können. Immerhin drohen ihr diese mit Mord und haben auch schon andere Prostituierte umgebracht, die nicht zahlen konnten. Marie Kelly erzählt ihren Freundinnen von Annie Crooks royalem Baby und schmiedet den Plan mit Erpressung an Geld zu kommen. Mr. Walter Sickert ist auf den Straßen unterwegs als ihm die geistig sehr verwirrte Annie Crook über den Weg läuft und nach ihrem Baby fragt. Als sie einfach auf die Straße pinkelt wird sie von einem Polizisten direkt wieder festgenommen. Zu Hause bemerkt Sickert einen Brief, der die Erpressung der Frauen enthält. Netley kutschiert Gull durch London. Der Arzt erzählt seinem Kutscher viel über die Bauwerke Londons und plant schon seine Morde. Auf einer Karte markiert er fünf Punkte und verbindet diese so, dass ein Pentagram entsteht, was Netley total erschreckt. Doch Gull überzeugt den Fahrer von der Wichtigkeit „ihrer“ Aufgabe. Er offenbart ebenfalls, dass er Netley nur über die bevorstehenden Morde erzählt, weil dieser nicht schlau genug sei das große Ganze zu verstehen und somit nichts mit diesem Wissen anfangen könne. Es gibt einen Sprung nach Braunau in Österreich wo Alois und Klara Hitler miteinander schlafen. Klara sieht eine Vision von einer weißen Kirche aus der Blut strömt und die Juden von den Straßen spült.
Wieder in London werden die Tagesabläufe von Gull und den Prostituierten kontrastiert. Während Gull einen sehr angenehmen Tag erlebt und in Reichtum lebt, müssen die Prostituierten auf der Straße an eine Wand gebunden im sitzen schlafen und sich in einem Futterkrug für Schweine waschen. Netley hat die vier Freundinnen von Annie ausgemacht und berichtet Gull davon. Netley soll eine der Frauen auswählen und sie mit einem Schal oder ähnlichem „markieren“. Sie wollen sich Nachts treffen um den ersten Mord zu begehen. Tagsüber trifft der Doktor sich aber wieder mit Merrick und die beiden unterhalten sich. Er erzählt Merrick, dass in Indien ein Mann lebt der als Inkarnation vom indischen Gott Ganesha gilt. Gull verlässt den Elefantenmann aber schnell und macht sich auf zu Scotland Yard zu einem gewissen Sir Charles Warren. Er erzählt Warren, dass vier Frauen das Königreich bedrohen und er sich ihnen annehmen wird. Die Morde würden noch heute Nacht in Whitechapel beginnen und er wünscht die diskrete Kooperation des Polizisten. Dieser will nicht einwilligen, doch tut es schließlich doch, da ihm keine andere Wahl bleibt. Polly Nicholls ist wieder im Britannia etwas trinken als Netley auf sie zukommt und ihr einen Hut schenkt. Man sieht nun Gull wie er sich auf den Mord vorbereitet. Er spritzt ein Betäubungsmittel in Trauben und packt diese in seine Tasche. Er küsst seine Frau zum Abschied und steigt in Netleys Kutsche ein.
Die Kutsche findet Polly und Gull bittet sie einzusteigen, da er vorgibt ihre Dienste in Anspruch nehmen zu wollen. Er gibt ihre die mit Betäubungsmittel gespritzten Trauben, die sie dankend annimmt, weil sie sich selber nie Trauben leisten könne. Er erwürgt Polly und bittet Netley zu halten. Gull trägt Polly aus der Kutsche und legt sie auf die Straße. Netley soll ihr die Kehle aufschneiden, doch kann dieser sich nicht überwinden und verfügt auch gar nicht über die nötige Technik, also legt Gull selbst Hand an. Doch kann er sich nicht mehr bremsen und weidet die Leiche aus, er entnimmt ihr die Gebärmutter. Netley muss ihn fast schon von der verstümmelten Leiche wegzerren. Wie benommen sagt er dem Kutscher, dass Polly voller Licht gewesen wäre und ob er dies auch gesehen hätte, was er natürlich nicht hat. Die Leiche wird schließlich von einem Polizisten gefunden. Da ist Gull aber schon zu Hause und schläft mit einem Lächeln auf den Lippen ein. Fred Abberline wird bezüglich des brutalen Mordes wieder zurück nach Whitechapel versetzt und soll den Fall aufdecken. Er ist davon nur wenig begeistert und war froh als er befördert wurde und Whitechapel den rücken zu kehren konnte. Abberline investigiert in alle Richtungen. Selbst vor Indianern aus der Show von Buffalo Bill schreckt er nicht zurück, wird von diesen aber abgewiesen. Auf Pollys Beerdigung vernimmt er auch ihren Ex-Mann, findet diesen zwar unsympathisch, schließt ihn aber als Täter aus.
Er geht in die Bar „The Ten Bells“ und setzt sich zu einer Emma. Er selber stellt sich als Fred vor und gibt an er sei Sattelmacher. Die beiden unterhalten sich über den Tod, versprechen aber sich hier wieder zutreffen.
Liza und Annie Chapman machen sich für den tag fertig. Bei Annie läuft das Geschäft nicht wirklich rund. Sie geht mit Liz und einem Freier in die Bar. Schnell merkt sie, dass Liza bessere Chancen bei dem Mann hat als sie, also bezichtigt Annie Liza den Mann bestohlen zu haben. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden Frauen den Annie verliert. Gedemütigt verlässt die das Britannia und weint sich auf der Straße bei Liz aus. Annie braucht Geld um ihren Schlafplatz zu bezahlen und muss nachts noch mal anschaffen gehen, da spricht Netley sie an ob sie ihm nicht zu seinem Herren folgen mag, was sie auch tut. Wieder gibt Gull seinem Opfer die Trauben und macht das Opfer so schläfrig. Die Kutsche hält und Gull läuft mit Annie zu einem Hinterhof. Auf dem Weg erlebt Gull eine weitere Vision: Er schaut in ein Fenster rein und sieht dort einen Mann mit einem TV-Gerät. Natürlich kann er dies 1888 aber nicht wissen und so geht er verwundert weiter. Gull erwürgt sie, schneidet ihr dann die Kehle durch und weidet die Leiche wie auch bei Polly aus. Die Journalisten Mr. Best und Mr. Gibbs denken derweil nach, wie sie die Mordserie medienwirksam gestallten können. Sie überlegen sich einen Brief zu schreiben, der angeblich vom Mörder stammt und geben ihm so den Namen „Jack The Ripper“. Marie Kelly ist wacht bei ihrem Freund Joe Barnett auf. Sie macht sich auf den Weg um anschaffen zu gehen, macht aber halt im Britannia, wo sie auf Liz trifft. Beide ahnen schon, dass jemand hinter Annie Crooks Freundinnen her ist und es mit dem Baby zu tun hat. Beide sind sich bewusst, dass sie jede Nacht sterben könnten. Kate Eddows liegt im Bett mit John und die beiden planen einen Ausflug solange die Sonne noch scheint. Sie reden von einer Annie aus London.
Prinz Eddie und sein Freund Jem gehen spazieren. Eddie gesteht Jem, dass er ein schlechtes Gewissen wegen der East-London-Morde hat und nur wegen ihm so viel schreckliches geschieht. Jem will ihn beruhigen und küsst ihn, was sich als Fehler herausstellt und so reden die beide einfach weiter. Der Ausflug ins Grüne von Kate und John neigt sich dem Ende zu. Kate fragt John wann sie endlich wieder nach Hause gehen würden und sie beschwert sich, dass sie nur wenig Geld haben. Eine alte Frau erzählt ihnen, dass man 200 Pfund bekommt, wenn man nützliche Informationen zu den East-End-Morden liefern kann. Kate will noch am selben Abend nach London, weil sie eine Idee hat um Geld zu machen. Sickert will Annie und Liz warnen, doch findet sie nicht in der Bar. Dem Barkeeper sagt er aber, dass er den beiden sagen soll, dass sie sich bei ihm melden sollen.
Auch Abberline ist in der Bar und wartet auf Emma. Emma kommt tatsächlich und die beiden trinken ein Bier zusammen. Sie erzählt ihm von ihren Geldproblemen und Schulden. Abberline will ihr finanziell helfen und verspricht ihr Geld zu geben, auf ihren Wunsch auch nur zu leihen. Sie gibt ihm einen Abschiedskuss auf den Mund und lässt den verheirateten Abberline verwirrt zurück. Netley fährt Gull zu Mitre Tavern, weil er sich dort mit einem Polizisten treffen will. Sir Charles Warren sitzt schon in der Taverne und wartet auf den Arzt. Warren fordert Gull auf die Mordserie zu beenden. Er hat sogar einen Brief in dem Queen Victoria die Morde bittet einzustellen. Gull findet es aber viel interessanter, dass sie von Morden spricht obwohl der Brief nach dem ersten Mord entstand. Gull sagt Warran, dass Marie Kelly morgen Abend umgebracht werden soll und sollten seine Polizisten sie sehen, solle man Gull darüber informieren. Kate und John sind nun in London, sie will sich Geld von Annie besorgen. Sie tanzt auf der Straße und schreit dabei rum. Sie lässt sich zu Boden fallen und wird von Polizisten weggebracht. Netley findet Liz und berichtet ihr, dass sein Herr sie sehen will. Er führt sie zu einem Hinterhof, wo Gull auf sie wartet. Gull versucht sie umzubringen, doch rennt sie davon. Netley stürzt sich auf sie und bringt sie zu fall. Gull bringt nun auch sie um, wird aber von einem Polizisten gestört, so dass er dieses Mal nicht so brutal vorgehen kann wie sonst. Kate gibt sich bei der Polizei als Marie Ann Kelly aus und kann das Präsidium verlassen. Die Polizei verständigt ihn und so machen sich Gull und Netley wieder auf. Sie finden Kate und Gull bringt auch sie um. Dieses Mal kann er sich wieder Zeit lassen und im Blutrausch die Frau ausweiden. Er sieht dann in einer Vision einen Wolkenkratzer. Dieses Mal hinterlässt er eine Nachricht, die er mit Kreide an die Wand schreibt um die Schuld den Juden zu geben. Die Polizei findet die Leiche und den Brief, doch lässt Sir Charles die Nachricht wegwischen damit keine Unruhen im Volk entstehen. Marie Kelly kommt nach Hause. Joe hat sich Sorgen gemacht, weil jetzt auch Liz tot ist. Marie erzählt ihm, dass auch eine Frau namen Kate Eddowes umgebracht wurde, was sie allerdings komisch fand ist, dass das Opfer der Polizei erst sagte, dass sie Marie Ann Kelly hieß.

Text © by Sebastian Berning