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From Hell Kapitel 9 bis Epilog

From Hell

(2013) Abberline wohnt der Autopsie der Leiche bei. Der Arzt erzählt ihm detailiert. was der Mörder anstellte und auch, dass der Mörder ein gewisses medizinisches Vorwissen bräuchte um solch Schnitte setzen zu können. Abberline kommt nun der Gedanke, dass der Mörder ein Arzt sein könnte. Bei einer polizeilichen Anhörung ist die Rede von einem neuen Brief vom Mörder, der sich als „Jack The Ripper“ ausgibt.
Gull wird derweil zu Queen Victoria bestellt. Die Königin ist nicht wirklich von Gulls brutalen Morden begeistert, doch lässt dieser nicht einschüchtern und verspricht weitere Morde, da dies schließlich seine Aufgabe sei und er dies nur tue um die Krone zu schützen. Als er das Zimmer von Victoria verlässt wird er auf dem Gang von einem jungen Mann angesprochen, der sich als eine Art Fan von Gull ausgibt. Der Mann stellt sich als Robert Lees vor. Gull hörte bereits von Lees Fähigkeiten der Weissagung sowie der Visionen und zeigt sich gar nicht erfreut Lees zu begegnen. Gull lässt ihn einfach im Gang stehen und geht in ein Museum, wo er einen Mr. Yeats besucht, der einer anderen Sekte als den Freimaurern angehört, the Order of the Golden Dawn. Zu Hause erwartet Gull bereits Netley. Der Kutscher erzählt Gull, dass das letzte Opfer einen falschen Namen angab und somit gar nicht Marie Kelly war.
Marie ist nämlich zu Hause mit ihrem Freund Joe. Sie ist betrunken und versucht Joe zu verführen, dieser ist aber von der betrunkenen Frau eher abgeneigt und es kommt zum Streit. Er fragt warum sie in letzter Zeit so oft trinke, doch kann sie ihm nichts von ihrer Angst vor Jack the Ripper erzählen. Prinz Albert (Eddie) ist mit seinem Freund Jem zusammen. Eddie spricht von seinem schlechten Gewissen und dass all die Morde eigentlich seine Schuld seien. Jem versucht ihn zu beruhigen und es stellt sich heraus, dass Albert homosexuelle Neigungen hat, sich aber auch damit nicht wirklich abfinden kann. Er selber bezeichnet sich als „schwach“. In einem Monat will nach London zurückkehren.
Abberline trifft sich wieder mit Emma in ihrer Bar. Die beiden reden wie so oft über Emmas Probleme, so zum Beispiel, dass sie in letzter Zeit viel zu viel trinken würde. Abberline will ihr Geld geben damit sie endlich ihre Schulden begleichen kann, doch ist sie erst zu stolz sein Geld anzunehmen, dennoch leiht sie sich sein Geld. Sie verabschiedet sich mit einem Kuss, der den Polizisten ganz verblüfft zurücklässt. Zurück im Büro erzählt Abberlines Partner Godley ihm, dass Commissioner Warren nun Spürhunde einsetzen will um den Mörder zu finden. Abberline ist fast schon entsetzt über solch eine unsinnige Aktion seines Vorgesetzten, doch kann er keinen Schaden mehr abwenden, da die Presse schon darüber geschrieben hat. Als es an der Tür klopft steht Mister Lees vor seinem Büro und will Abberline sprechen. Lees behauptet, dass der Abberline helfen könne die Identität Jack the Rippers aufzuklären. Zwar kann er keinen Namen nennen, doch seine Sinne würden ihm Tipps geben und er schließe auf einen Arzt als Mörder. Auf weitere Nachfragen sagt Lees, dass er diese Visionen nicht noch einmal durchleben wolle, da sie sehr intensiv seien. Als er mit seiner Frau unterwegs war, habe er allerdings spüren können wer Jack the Ripper sei, als dieser an ihm vorbei lief. Er wäre zu einem Polizisten gelaufen um ihm seine Entdeckung mitzuteilen, doch habe dieser Beamte nur gelacht und gedroht ihn einzusperren. Lees merkt endlich, dass Abberline ihm nicht zu glauben scheint und verlässt das Büro.
Netley bricht vor Gull in Tränen aus, weil er mit den Morden nicht mehr klar kommt und nicht mehr wirklich wisse wer und wo er ist. Gull beruhigt seinen Kutscher und erklärt ihm, dass sie in der Hölle seien. Ihm kommt da die Idee selber einen Brief an die Zeitungen schreiben. Dieser soll mit Blut geschrieben sein, aber da seine eigene Schrift auf jemand gebildetes schließen lassen könnte, soll Netley den Brief schreiben. Als Absender geben sie „From hell“ an. Als Abberline das Schreiben liest, ist ihm sofort klar, dass hier der echte Jack the Ripper tätig war und es sich nicht um einen der zahllosen Trittbrettfahrer handelt.
Marie Kelly ist wieder einmal betrunken und kehrt mit einer Freundin, Julia, nach Hause zurück. Joe ist verärgert, dass sie wieder einmal betrunken heimkehrt. Marie küsst Julia und zerrt sie vor Joes Augen ins Bett. Die beiden Frauen versuchen den Mann zu verführen, doch wehrt dieser ab und schreit Marie an. Erneut kommt es zum Streit und sie will eine Flasche nach ihm werfen. Sie verfehlt ihren Freund und zerbricht so einen Teil der Fensterscheibe. Joe verlässt die kleine Wohnung daraufhin. Am nächsten Morgen sagt Marie Julia, dass sie ruhig bleiben könne. Sie legt den Wohnungsschlüssel auf den Fenstersims, da die beiden den Schlüssel so von außen durch das Loch im Fenster erreichen können. Netley fährt vor die Wohnung und sieht wie die beiden Freundinnen das Haus verlassen. Er geht zur Wohnung, erspäht den Schlüssel und nimmt diesen schließlich für Gull mit.
Prinz Albert ist wieder in London und wird im Buckingham Palace von Gull untersucht. Gull vermutete erst Syphilis entdeckt zu haben, doch ist es nur ein Ausschlag. Er rät dem Prinzen vorsichtiger zu sein, woraufhin dieser antwortet, dass seine Affären nur Probleme verursachen würden. Gull versichert dem Prinzen, dass dies sicherlich auch bald vorbei sei. Er sagt ihm, dass die letzte Frau lokalisiert wäre und diese Angelegenheit bald erledigt sein wird. Fred Abberline und Emma treffen sich wieder im Pub und er gibt ihr das versprochene Geld. Sie beteuert ihm, dass sie das Geld so schnell wie möglich zurückzahlen will. Fred schlägt vor, dass die beiden sich in ein Zimmer zum feiern zurück ziehen sollten. Julia kommt derweil zu Maries Wohnung zurück. Sie liegt betrunken mit einer anderen Frau, Maria „Mary“ Harvey, nackt im Bett. Erst am nächsten Morgen merkt sie, dass Julia nicht geblieben ist. Mary erzählt Marie, dass Julia wohl morgen Nacht zurück kommen will, vorher sei sie bei Freunden. Die beiden wollen sich aufmachen eine neue Kerze für die Wohnung zu kaufen. Auf dem Weg durch die Straßen reden die beiden auch über Joe. Seit über einer Woche hat er sich nicht bei Marie Kelly gemeldet und sie fängt an ihn zu vermissen. Nachts geht Marie wieder anschaffen und wird von einem Herren angesprochen, der sie zu seiner Kutsche führt. In dieser Kutsche sitzt niemand geringeres als Eddie. Marie verfällt in Panik und fragt ob er sie nun auch töten werde wie ihre Freundinnen zu vor. Eddie verspricht ihr, dass er nicht der Mörder sei, er aber wisse, wer Jack the Ripper sei. Er erzählt ihr, dass der Mord noch vor der Parade am 9. November passieren wird, was noch zwei Tage sind. Edward schlägt ihr vor davonzulaufen, er würde sie mit Geld unterstützen. Sie findet dies sinnlos, da man sie eh finden wird. Er entschuldigt sich für alles was passiert ist, woraufhin sie ihn noch anschreit, dass er allen Grund dazu habe sich schlecht zu fühlen. Es klopft an Commissioner Warrens Tür. Gull tritt ein und sagt dem Polizisten direkt, dass er heute Abend den letzten Mord verüben wird.
Vor Marie Kelly‘s Wohnung steht Lizzie Albrook. Sie bittet ihre Freundin herein und scheint wieder betrunken zu sein. Sie redet davon, dass sie gerne wieder in Irland sei.
Warren versucht Gull umzustimmen, doch stürmt der Arzt einfach aus dem Büro raus. Warren lässt sich einen Schreiber rufen um seine Kündigung niederzuschreiben.
Joe kommt zu Marie zurück. Lizzie ist immer noch bei Marie, doch verlässt sie die Wohnung sogleich Joe eintritt. Joe will mit Marie etwas trinken gehen, doch hat sie schon eine Verabredung mit Julia, schlägt ihm aber vor, dass er sie begleiten könne. Wenig begeistert fragt Joe ob sie sich lieber am nächsten Tag treffen sollten. Sie hofft, dass das klappt. Schließlich begleitet Joe Marie aber doch.
Marie Kelly geht noch einmal anschaffen an diesem Abend. Als sie schließlich wieder alleine ist, hält Gulls Kutsche vor ihrer Wohnung. Gull tritt in die Wohnung ein und sein Opfer weiß direkt, dass sie nun ermordet werden wird. Gull schlitzt ihr zuerst die Kehle auf. Er vergewissert sich ob sie wirklich tot ist indem er ihren Puls überprüft. Erst dann schlitzt er an der toten Frau herum. Unteranderem entfernt er Teile des Gesichts, eine Brust, das Herz entnimmt er ebenfalls und verbrennt dies. Während des Aufschlitzens hat Gull wieder eine Vision. Sein alter Mentor Hinton erscheint ihm und wohnt seiner Arbeit bei. In einer weiteren Vision sieht Gull sich in einem Hörsaal, dessen Publikum nur aus bekannten Mördern von Vergangen und Zukunft besteht. In seiner letzten Vision dieses Abends steht er in einem modernen Büro und sieht Menschen an Handys, Computern und Frauen in kurzen Röcken. Er spricht zu ihnen und zeigt ihnen auf was sie falsch gemacht hätten, doch hört ihm niemand zu, er wird nicht einmal wahr genommen. Als er wieder zu sich kommt, muss er sich erst einmal setzen. Dann steht er auf und verbrennt, wie bereits erwähnt, das Herz seines Opfers im Kamin. Ganz gemütlich packt er dann seine Sachen zusammen und verlässt die Wohnung. Er sagt Netley, dass er nun fertig sei. Er fährt fort und erzählt dem Kutscher, dass er sein Leben lang nur aufgestiegen wäre und nun seinen Höhepunkt erreicht habe. Mr. Druitt ist Lehrer an einer guten Schule. Er unterrichtet unter anderem das Cricket-Team.
Indian Harry soll vom Vermieter aus nachsehen was mit Marie Kelly los sei, er habe sie noch nicht gesehen und sie schuldet ihm doch Geld.
Druitt hat anscheinend ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Schüler Glover. Er ermutigt ihm während und auch nach dem Training.
Indian Harry macht die Entdeckung der toten Marie Kelly. Abberline ist kurze Zeit später auch am Tatort. Dem ein oder anderen Polizisten wird vom Anblick der zerfetzten Leiche schlecht, Abberline aber nicht. Auf der Straße wird Monty Druitt von einem Frank Miles angesprochen, der angeblich mit Monty‘s Bruder befreundet war. Er lädt Druitt zu einer kleinen Feier ein. Zwar sträubt sich der schüchterne Druitt erst, lässt sich aber dann breitschlagen. Godley fallen Veränderungen an Abberline auf, so benutzt der Polizist seit neustem Parfum. Abberline will aber nicht weiter darauf eingehen und verlässt das Büro um sich mit Emma zu treffen. Sie ist nicht in der Bar, so wartet er noch. Als sie nicht auftaucht geht er zum Barkeeper und fragt ob Emma eine Nachricht für ihn hinterlassen habe. In der Tat wurde ein Brief für ihn hinterlegt. In diesem schreibt Emma, dass sie fort musste und dankt ihm für alles, was er für sie getan hat. Wütend und enttäuscht verlässt Fred den Pub. Als er später von einer Prostituierten angemacht wird, rastet er aus und lässt sie von einem Polizisten, der zufällig in der Nähe ist, verhaften.
Die Freimaurer in den führenden Ebenen der Polizei wie Anderson oder McNaghton sind sehr sauer bezüglich Warrens Rücktritt. Sie überlegen wie sie einen Sündenbock finden können, nun da die Morde vollbracht sind. Mr. Monty Druitt geht zu der Party, wofür ihn Miles eingeladen hat. Er kennt dort niemanden, da auch Miles nicht anwesend sein kann. Dafür lernt er recht schnell andere Menschen kennen, unter anderem McNaghton. Die beiden kommen ins Gespräch und McNagthon bemerkt schnell, dass Druitt kein besonders geselliger Mensch ist, sondern eher ein schüchterner Einzelgänger. Das lässt ihn ins grübeln kommen als sich Druitt verabschiedet.
Abberline bekommt Besuch von einer alten Frau, die behauptet, dass sie Marie Kelly noch mal gesehen haben will - nach dem angeblichen Mord. Doch der Polizist will der Frau nicht glauben und meint, dass sie sich im Datum vertan haben muss, denn Marie Kelly ist tot. Druitt hält einen Vortrag vor dem Kollegium über die Fortschritte des Cricket-Teams. Auf dem Weg nach Hause kommt er auch an der Appartmenttür von Gulls Schwiegersohn Bedford vorbei, der ihn in die Wohnung bittet. Gull ist auch da und wird Druitt vorgestellt. Gull scheint nicht wirklich auf der Höhe zu sein am heutigen Abend, leicht in Gedanken versunken sitzt er auf der Couch und sinniert über die Herkunft von Druitts Namen. Abberline empfängt wieder jemanden, der behauptet Marie Kelly gesehen zu haben.
McNaghton berichtet seinen Kameraden derweil von Druitt und dass dieser der perfekte Sündenbock sei. Zusammen hecken sie einen Plan aus ihm die Schuld für die Morde in die Schuhe zu schieben. Sie dichten ihm homosexuelle Neigungen an und auch, dass er ein Auge auf die Schüler des Jungeninternats wirft.
Druitt hält gerade eine Geschichtsstunde als ein Kollege ihn zum Direktor ruft und den Unterricht übernimmt. Im Büro sitzen der Schüler Glover und seine Eltern sowie der Direktor. Druitt soll ein zu nahes Verhältnis mit dem Jungen haben. Druitt beteuert, dass es ein reines Schüler-Lehrer-Verhältnis sei und er Glover beim Cricket ermutigt, weil er Talent in ihm sehe. Glover habe erzählt, dass Druitt ihn geküsst haben soll. Man wird Druitt am Ende des Monats vom Dienst suspendieren.
Niedergeschlagen kehrt er in seine Wohnung zurück. Bedford bemerkt, dass bei seinem Freund noch Licht brennt und findet Monty weinend in seiner Wohnung vor und tröstet den suspendierten Lehrer. Zu Hause sitzt Abberline auf der Couch und grübelt über die Whitechapel Morde. Er denkt auch darüber nach ob diese Marie Kelly noch immer am leben sein könnte. Er erklärt seiner Frau was ihn bedrückt und sucht ihre Nähe.
Bedford wird von zwei Polizisten besucht. Diese fragen nach Druitt, der ist aber nicht da. Die Beamten tragen ihm auf Druitt zu finden und ihm den ein oder anderen Drink zu spendieren. Den Rest würden sie erledigen. Bedford findet Druitt auf einer Bank vor einer Nervenheilanstalt. Er erzählt Bedford, dass seine Mutter in der Anstalt einsitzen würde. Zusammen gehen sie in eine Bar und trinken ein Bier. Druitt soll sich einmal so richtig aussprechen. Unbemerkt mischt Bedford ein Pulver in Druitts Bier. Diesem wird daraufhin ganz schwindelig und er will an die frische Luft, wo er zusammenklappt. Die beiden Beamten finden Bedford und Druitt. Sie nehmen Druitt in Gewahrsam und bedanken sich bei Bedford. Sie bringen Druitt an die Themse. Sie legen ihm Steine in den Mantel damit er untergeht. Dann werfen sie ihn in den Fluss und der unschuldige Druitt ertrinkt.
Lees ist bei Queen Victoria und gaukelt ihr vor, dass er Kontakt zu ihrem verstorbenen Gatten Albert habe. Er verlässt die Königin, doch bevor er den Palast verlässt, trifft er noch einen Bediensteten. Unter einem Vorwand beschafft er sich von ihm Gulls Adresse. Wieder einmal geht er in Abberlines Büro, auf dem Weg dorthin erinnert er sich an seine Begegnung mit Gull. Im Büro gaukelt Lees einen Anfall bzw. eine Vision vor. Der Mörder sei Arzt und würde in West London leben.
Abberline glaubt ihm dieses Mal und fährt mit Lees in den Westen Londons. Sie laufen die Brook Street entlang und bleiben vor Hausnummer 74 stehen, Gulls Adresse. Abberline ist nicht wirklich überzeugt, will aber Gull dazu befragen. Die beiden klopfen an und Mrs. Gull öffnet die Tür. Sie fragen nach Sir William Gull und dieser kommt schließlich zu den beiden Herren. Der Polizist fragt ihn ob er der Mörder sei, obwohl das ja nicht sein könne. Gull bestätigt dies allerdings ohne Umschweife. Seine Frau bricht in Tränen aus, hatte aber schon den Verdacht, dass ihr William der Mörder sei. Abberline und Gull verlassen das Haus, doch Gull flüstert Lees noch ins Ohr, ob er denn wirklich Visionen habe, denn er selber habe in der Tat Visionen. Abberline und Lees gehen zu Warren mit ihren neuen Erkenntnissen. Dieser gibt alles zu und bestätigt, dass er davon wusste und wegen der Königin nichts unternehmen konnte.
Warren erzählt seinen Freimaurer-Freunden von Gulls Geständnis. Diese sind empört, da so ihre ganze Geschichte in sich zusammenbrechen könnte. Anderson sagt, dass sich die Bruderschaft um Gull kümmern wird.
Gull wird zu Hause von einem Freimaurer abgeholt und akzeptiert dies. Er soll sich vor den Freimaurern verantworten. Doch anstatt Reue und Scham zu zeigen, wirkt Gull trotzig und erzählt den Herren, dass sie nicht würdig seien ihn für die Morde zu verurteilen. Wieder verfällt Gull in kurze Visionen und kommt nur langsam und verwirrt wieder zu sich. Die Bruderschaft will Gull in eine Heilanstalt stecken, wo er langsam zu Grunde gehen kann ohne viel Aufsehen zu erwecken. Man täuscht sogar seine Beerdigung vor, damit die Öffentlichkeit nicht nach ihm fragt. An der Themse wird derweil Druitts Leiche gefunden.
Abberline geht in einen Süßgkeitenladen, in den wo auch Annie, Eddies Frau, arbeitete. Der Verkäufer erzählt Abberline, dass Prinz Albert oft im Haus gegenüber ein- und ausging. Auch berichtet der Verkäufer davon, dass man ausgeht, dass Annies Baby der Sohn von Albert sei. Des Weiteren hätte auch ein irisches Mädchen, Marie, hier gearbeitet und ab und an auf das Baby aufgepasst. Abberline verlässt den Laden, doch rennt er zurück und fragt ob Marie mit Nachnamen Kelly hieß, was der Fall ist.
Mit diesen neuen Erkenntnissen stürmt Abberline in Andersons Büro und konfrontiert seinen Vorgesetzten mit den Neuigkeiten. Er räumt schließlich alles ein und bittet um Abberlines Stillschweigen. Er lockt ihm mit einer Beförderung und einer beachtlichen Rente. Abberline besucht Mister Lees und erzählt auch ihm alles. Zu Hause entscheidet er sich seine Stelle als Polizist zu kündigen und neu anzufangen. Geldsorgen hat er ja schließlich keine mehr. Gull sitzt in einer Zelle in einer Nervenheilanstalt. Er geht vor die Hunde und auch die Pflegerin behandelt ihn nur sehr halbherzig. Vor seinen Augen schläft sie mit einem anderen Angestellten. Sie bemerkt nicht, dass Gull gerade stirbt. Er hat eine letzte Vision in der er durch Vergangenheit und Zukunft reist. Er besucht Mörder, Künster und auch Netley, der Gulls Geist sieht und dadurch die Kontrolle über die Kutsche verliert und stirbt. Auch besucht Gulls Geist eine Frau in Irland mit drei Töchtern: Katy, Liz und Polly. Man könnte davon ausgehen, dass es sich um Marie Kelly handelt. Marie Kelly könnte auch Emma sein, da man ihr Gesicht nie gesehen hat und sie zur gleichen Zeit verschwindet. Gull hätte also wieder eine Freundin von ihr ermordet und nicht die Richtige. In seinem letzten Augenblick sieht Gull nur Licht und meint, dass er Gott werden würde, kann diesen Gedanken aber nicht beenden, da er stirbt.
Jahre später besuchen Abberline und Lees das Grab von Druitt und reden noch einmal über den ganzen Fall von Jack the Ripper. Wie am Anfang des Werks laufen die beiden am Strand entlang und reden über einen bevorstehenden Krieg.
From Hell ist ein sehr komplexes Werk mit vielen Handlungssträngen. Die schwarz-weiß Zeichnungen von Eddie Campbell machen es sogar noch schwieriger der Szenerie zu folgen und so kann man dieses 400 Seiten und mehr lange Comic nicht einfach so nebenbei lesen. Wer sich aber die Mühe macht und aufmerksam liest, wird mit From Hell sehr viel Spaß haben.

Text © by Sebastian Berning