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V wie Vendetta - Buch 2

V wie Vendetta

(2013) V wie Vendetta ist eines der bedeutendsten Werke der Comicgeschichte an sich, aber auch für den Auto Alan Moore selber, der dieses Bild über ein (damals) zukünftiges faschistisches England schrieb. Diese Story war noch nicht so komplex wie spätere Werke des britischen Schreibers wie etwa Watchmen oder From Hell, war dennoch alles andere als leichte Kost. Die Story ist in drei Bücher unterteilt und erst Jahre nachdem die vermeintlich letzte Ausgabe erschien beendet worden.


Vier Monate später bricht V in den Jordan Tower, sozusagen in das zu Hause des Munds, ein. Dort speist er eine Rede von sich selber ein, die das englische Volk wach rütteln soll. Er kann entkommen, weil er Dascombe in ein Kostüm steckt, welches seinem gleicht. Die Polizisten halten Dascombe für V und schießen den Falschen nieder. Während seiner Untersuchung wird Finch Peter Greedy vorgestellt, der nun das Amt als Leiter des Fingern vom toten Almond inne hat. Mit Kommentaren über die ebenfalls ermordete Surrige will Greedy Finch zu einem Wutausbruch bringen, damit er ihn schlägt. Dies geschieht und Greedy schickt Finch in einen Zwangsurlaub und zieht ihn vom Fall ab. Sofort fängt Greedy an eine geheime Truppe zusammen zu stellen, die sich auch aus Kriminellen und Schlägern zusammen setzt, um Unruhen im Volk nieder zu schlagen, aber auch um Susan zu stürzen und selber als Führer in Erscheinung zu treten. Evey wird V‘s Spielchen und Metaphern langsam leid und es kommt zum Streit zwischen den beiden. V setzt sie auf der Straße aus und verlässt sie. Sie kommt bei einem älteren Mann namens Gordon, einem Kleinkriminellen in den sie sich später verliebt, unter. In einer Bar kreuzen sich ihre Wege mit der Witwe Rosemary Almond. Rosemary geht es schlecht. Obwohl die Ehe mit dem toten Derick nur aus häuslicher Gewalt und Lieblosigkeit bestand, vermisst sie ihren toten Mann. Auch ihre Affaire mit Dascombe hat sie nicht weiter gebracht, da dieser ebenfalls von V ermordet wurde. Um sich über Wasser zu halten muss sie als Tänzerin in der Bar arbeiten und sie fängt langsam an die Regierung zu hassen, da diese sie im Stich gelassen hat und nicht (finanziell) nach dem Tod ihres Beamtenehemanns unterstützt. Aber auch Eveys Glück hält nicht ewig. Ihr Gordon wird an seiner Haustür vom Schotten Allister Harper erschossen, da dieser ihm Geld schuldet. Evey besorgt sich später eine Waffe um Gordon zu rächen. Sie findet raus, dass Creedy und seine Männer hinter dem Mord stecken. Doch bevor sie auf Creedy schießen kann, wird sie festgenommen. Evey kommt in einer dunklen Zelle wieder zu sich. In Haft wird die gefoltert und endlos lange befragt, selbst den Schädel rasieren sie ihr kahl. Sie findet aber in einer Lücke in der Wand einen Brief. Diesen liest sie mehrmals. Er handelt vom Leben einer gewissen Valerie, die ihr Leben auf einem Stück Klopapier niederschrieb. Valerie ist Lesbe seit sie denken kann und dies passte der Regierung natürlich nicht. Ihre große Liebe wurde schon vor Monaten in ein Gefängnis gebracht und sie hat keine Hoffnung sie wieder zu sehen. Valerie selber wurde einige Monate später ebenfalls inhaftiert und für ihre sexuelle Orientierung gefoltert. Aber sie hat sich nie von ihren Idealen abbringen lassen. Beflügelt von Valeries Worten verweigert die einst so naive und schwache Evey jegliche Kooperation um die Identität von V auf zu decken. Zu guter letzt wird ihr angeboten, dass sie frei kommen kann oder erschossen wird, die müsse nur etwas über V verraten. Evey weigert sich aber und man sagt ihr, dass sie erschossen werden soll. Als die wieder in ihre Zelle geworfen wird, teilt man ihr mit, dass sie nun von allem frei sei und man ihr nichts mehr antun könnte. Das Mädchen entdeckt, dass alle Menschen mit denen sie glaubte gesprochen zu haben nur Puppen mit Kassettenrecordern sind. Schnell findet Evey heraus, dass V dies alles nur inszenierte. Im ersten Moment hasst sie den Mann hinter der Maske, weil er ihr so etwas angetan hat. Dann aber erkennt sie die Lektion, die hinter all dem stand und genießt ihr Leben auf eine ganz neue Art. Zudem gesteht er ihr, dass Valerie eine existierende Person war, eine Bekannte aus Larkhill. Evey rennt auf das Dach und entkleidet sich im strömenden Regen, dabei schaut sie auf das nächtliche London herab. V war in der Zwischenzeit nicht untätig. Er hackte sich in das Computersystem der Vorsehung ein und manipuliert die Antworten, die die Vorsehung dem Führer gibt. Führer Susan, der beinahe in den Computer verliebt ist, fühlt sich von seiner einzigen Liebe, die er je hatte, betrogen und driftet langsam in den Wahnsinn ab als er das V-Logo auf dem Bildschirm vor sich sieht.

Text © by Sebastian Berning


Literaturhinweis:
Im WBGU Comic „Die große Transformation. Klima – Wie kriegen wir die Kurve?“ erklären Wissenschaftler die Grundlagen des Klimawandels, seine Folgen und Maßnahmen, wie er zu stoppen ist.
Alexandra Hamann (Herausgeber), Claudia Zea-Schmidt (Herausgeber), Reinhold Leinfelder (Herausgeber) erschienen im Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin.